Geschichte der Gemeinde Unterroth
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Zur Geschichte Unterroth ist früh geschichtlich nachweisbar, und zwar zuerst in einer Urkunde des Klosters Kempten (9. Jahrhudert), wo der Ort samt dem Kirchenschatz als zugehörig zu dieser Abtei erscheint. In den folgenden Jahrhunderten bis 1258 fand ständiger Besitzwechsel statt: Unter Abt Isengrim von Ottobeuren (1145 - 1180) trat der Freie Hartwig von Roth als Mönch ins Kloster ein und schenkte seine Besitzungen in Ober- und Unterroth dem Kloster. Später reut ihn dieser Schritt und das Kloster muß die Schenkung an Gottfried von Ronsberg abtreten, der dann seinerseits wieder Hartwig damit belehnt. Bischöflicher Besitz 1258 hatten der Augsburger Domkanonikus Wolfhard von Rot und sein Bruder Gozzoldus von ihrem Neffen Kunrat von Rot das Dorf Oberroth mit Patronatsrecht und Vogtei erworben. Dreiteilung des Dorfes 1426 erhielt Graf Hugo von Rechberg, auf Hohenrechberg, Herr von Kellmünz, die sogenannten Schradischen Güter zu Unterroth vom Bischof von Augsburg als Lehen. 1447 belieh der Bischof die Herren von Rechberg zu Aichheim (Aichen, Illereichen) mit einem anderen Teil, nämlich mit den sogenannten Bartholomäischen Gütern. Seitdem war Unterroth dreigeteilt und blieb es, bis der Ort 1803 durch die Säkularisation bayerisch wurde. Die Gerichtsbarkeit Die niedere Gerichtsbarkeit übten die drei Grundherren aus. Das Gassenrecht, d. h. die Gerichtsbarkeit über die kleinen Straffälle, die sich auf den Gassen innerhalb des Ortes ereignetenm, war dem Hochstift Augsburg vorbehalten. Die hohe Gerichtsbarkeit hatte die Grafschaft Marstetten, deren Inhaber die Fugger zu Kirchberg und Weißenhorn waren. Über die sache "Jagd" bestimmte die Marktgrafschaft Burgau. Bauernkrieg 1525 1525 wurden auch die Unterrother Bauern rebellisch. Unter den Führern des Tissener Haufens war auch ein Peter Miller von Unterroth (Müller auf der unteren Mühle), jedenfalls derselbe, der am 24. Juli zu Durach mit 17 Genossen enthauptet wurde. Er war entweder ein Sohn oder ein Bruder des unteren Müllers und Aichhaimer Untertan. "Zur Strafe für den Aufruhr zog am 19. Mai ein Zug Reisiger und ein Fähnlein Landsknechte gegen Unterroth, plünderten daselbst, nahmen Roß, Kühe, Kälber, Schafe, Hennen, Gänse, Enten, Hausrat, was man fand und erstachen zwei Mann. Tags darauf kamen die Weiber von Unterroth und lösten um 180 Gulden ihre Habe wieder aus. Es blieb ihnen aber Leinwand, Schmalz und anderem viel dahinten." |
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